TG Kraichgau
Turner
Eintrag von JoH am 20.03.2010
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TG-Turner erringen Sieg im Kellerduell

Landesliga 2010

Mit denkbar knappem Ergebnis von 253,05 : 253,10 Punkten konnten sich die Kraichgauriege bei der TG Mannheim behaupten und damit die ersten Punkte in der aktuellen Ligarunde erkämpfen.

Heidelberg (G. Durm). In einem an Spannung nicht zu überbietenden Wettkampf konnte sich die TG Kraichgau mit 253,10 – 253,05 Punkten gegen die TG Mannheim behaupten und die ersten Punkte in dieser Saison auf der Habenseite verbuchen.

Ungewohnter weise musste man am letzten Wettkampf der Vorrunde an den Ringen beginnen, da zeitgleich in der Heidelberger Sporthalle ein Wettkampf in der Oberliga und in der Verbandsliga statt fand. Die Vorzeichen standen für die Kraichgauer nicht gut, musste man doch am Startgerät gleich auf eine Streichwertung verzichten, da Daniel Eckenfels noch immer an einer Schulterverletzung laboriert und Sebastian Mächtel am Wochenende ebenfalls verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stand. Die Turner der TG Mannheim hatten ein straffes Programm zu bieten und konnten vier Wertungen über zehn Punkte in die Geräteentscheidung bringen, während die TG Jungs mit Patrick Knebel (11,60 P.), Dominik Duwald (10,80 P.) und Simon Schuhmacher (10,25 P.) derer nur drei Turner hatten. Das Geräteergebnis von 41,90 – 41,50 Punkte zeigte, dass die Mannheimer ein ernst zu nehmender Gegner waren, die sich an diesem Tag ebenfalls viel vorgenommen hatten.

Nach den Ringen wechselte man an den Boden, sonst das Startgerät, an diesem Wettkampftag ausnahmsweise das zweite. Auch hier musste die Riege der TG Kraichgau auf eine Streichwertung verzichten und trat mit vier Turnern an den Gerätevergleich. An diesem Gerät konnten die Jungs der Gauriege 42,40 Punkte erturnen, während die Turner aus der Quadratestadt 45,75 Punkte erreichten und so ihren Vorsprung auf 3,75 Punkte ausbauten.

Am Pauschenpferd konnten die Jungs von Wolfgang und Gerhard Durm den Vorsprung verringern. Vier Wertungen ohne einen Sturz brachten ein Geräteergebnis von 40,40 Punkten ein, während die Mannheimer 39,50 Punkte auf ihrem Konto verbuchen konnten. Dies war, wie ihr Trainer Rolf Weinzierl mitteilte, ihre beste Saisonleistung, und so rettete die TG Mannheim einen Vorsprung von 2,85 Punkten in die Halbzeitpause.

Mit gemischten Gefühlen nahm man den Wettkampf am Reck auf, musste man auch hier ohne Streichwertung zum Vergleich antreten und wusste aus Vorberichten, dass die Mannheimer ein volles Programm turnen können. Doch die zeigten plötzlich Nerven und konnten dieses nicht konsequent zum Vortrag bringen, was ihnen erhebliche Abzüge einbrachte und die TG Kraichgau im Rennen hielt. Mit einem Geräteergebnis von 33,65 – 33,30 Punkte für die TG Mannheim hatten beide Seiten nicht gerechnet, und so nahmen sich die Kraichgauer aus dem Reckergebnis die Motivation den Wettkampf zu drehen.

Die Saisonbestleistung zeigten dann die Jungs aus dem Kraichturngau am Sprung. Gleich der erste Springer, Daniel Eckenfels, konnte seinen Überschlag Salto vorwärts in den sicheren Stand bringen. Ihm gleich taten es seine Mannschaftskameraden Tobias Schneider, und Florian Stapf (beide Handstandüberschlag), Simon Schumacher (Tsukahara gebückt) und Dominik Duwald (Tsukahara gehockt). Bedingt durch das schwierigere Sprungprogramm und durch die saubere Ausführung der Sprünge konnte man den Jungs aus der Kurpfalzmetropole 3,0 Punkte abnehmen und den Vorsprung bei einem Zwischenstand von 207,15 – 206,95 Punkte fast pulverisieren.

Die Entscheidung über den Sieg musste somit am letzten Gerät, dem Barren, fallen. Hoch motiviert und unter einer ziemlichen Anspannung stehend wurde jede Übung von den Wettkämpfern verfolgt. Die Turner der TG Mannheim zeigten Übungen mit einem etwas höheren Schwierigkeitswert, konnten jedoch einige Leichtsinnsfehler nicht vermeiden und erreichten eine Gerätepunkzahl von 45,90 Punkten. Dass sich Schwierigkeit nicht immer lohnt und daher die Ausführung meist darunter leidet, mussten die Mannheimer in dieser halben Stunde des Wettkampfes erfahren. Die Vorträge der TG Turner wurden mit etwas weniger Abzügen bestraft, und so konnte man ein Geräteergebnis von 46,15 Punkten erreichen. Somit war klar, dass nicht nur das Gerät gewonnen wurde, sondern auch der Wettkampf.

Diese zwei Punkte für den Wettkampfsieg sind ein Meilenstein zum Klassenerhalt und gilt es am nächsten Wochenende beim Ligafinale zu verteidigen.

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