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Am Sonntag, 13. April 2008 fand in der Saalbachhalle Gondelsheim das Pokalturnen für Turnerinnen statt.

Gondelsheim (W. Jörg). Die Idee, Spitzenturnerinnen aus unserer Region zu einem Pokalturnen zusammenzubringen, führte zu einem der Höhepunkte im Rahmen der Veranstaltungen zum 100 jährigen Jubiläum des Turnvereins Gondeslheim
Beim ersten Mal waren die Turnleistungen schon sehr beachtlich, die Teilnehmerzahl aber eher noch etwas bescheiden. Sowohl die Zahl der Teilnehmerinnen als auch die Qualität der Leistungen haben dieses Pokalturnen inzwischen zu einer Pflichtveranstaltung im Frauenturnen werden lassen.
Waren es beim ersten Mal im Jahr 2001 noch rund 40 Turnerinnen, stellten dieses Mal knapp 80 Teilnehmerinnen mit Trainern, Begleitern und Fans die Verantwortlichen vom TV Gondelsheim vor erhebliche Probleme. Die unerwartet hohe Zahl der Anmeldungen hatte es auch erforderlich gemacht, den Beginn des Wettkampfes um eine Stunde auf 13.00 Uhr vorzuverlegen.
Schon kurz nach 11.00 Uhr am Sonntagvormittag trafen die ersten Turnerinnen mit Begleitung in der Halle ein. Die TVG – Helfer bekamen gleich alle Hände voll zu tun. Zusätzliche Tische und Stühle mussten aufgestellt werden und nach der teilweise doch recht langen Anfahrt hatten die Gäste auch gleich Hunger und Durst. Die weiteste Anreise hatten die Teilnehmerinnen aus der Karlsruher Partnerstadt Halle, die mit der Landesturnwartin von Sachsen - Anhalt, Kathrin Kaltenbronne, zu Besuch bei der für das Frauenturnen in der Turngemeinschaft Kraichgau verantwortlichen Eva Detscher weilten und sich die Gelegenheit, an einem solch tollen Wettkampf teilnehmen zu können, nicht entgehen lassen wollten.
Nach kurzen Grußworten von Bernd Kirstein, Vorsitzender der TG Kraichgau, und TV–Vorsitzendem Manfred Boos konnte der Wettkampf beginnen. Da an allen Geräten gleichzeitig geturnt wurde, hatte man die Qual der Wahl: Konzentrierte man sich z. B. auf den Stufenbarren, verpasste man eine tolle Kür am Boden.
Nach einem langen Nachmittag konnte dank der EDV doch recht zügig zur Siegerehrung geschritten werden. Aus den Worten von Eva Detscher erfuhren dann auch die TV–Verantwortlichen, dass die Aktiven dem Wettkampf in Gondelsheim den liebevollen Beinamen „Müsli–Pokal“ gegeben haben, weil dank der Großzügigkeit des Sponsors Heck-Mühle die Teilnehmerinnen immer mit Müsli-Päckchen bedacht werden. Dieses Mal gab es dazu noch Präsente aus der Produktpalette der Firma L’Oreal; Und natürlich erhielt jede Teilnehmerin eine Urkunde – bei der großen Teilnehmerzahl dauerte das dann doch einige Zeit.
Pokale gab es für die jeweils besten Turnerinnen für das oder die gewählten Geräte in der belegten Wettkampfklasse. Geturnt wurde in den Klassen KM 1 bis KM 4, wobei KM für „Kür modifiziert“ steht.
In der KM 4 siegte beim Sprung Nikisha Lau vom TSV Schott Mainz mit 13,45 Punkten, am Stufenbarren Elena Klumpp vom TV Oberhausen mit 11,40 Punkten, am Schwebebalken Henriette Käsenhagen vom TSV Schott Mainz mit 11,65 Punkten und am Boden Kristina Köhler vom TSV Wiesental mit 12,60 Punkten.
In der KM 3 siegte Lydia Ellwein vom TV Eppingen am Sprung (13,90) und am Stufenbarren (12,50), Erste am Schwebebalken wurde Celina Schneider vom TV Oberhausen (12,00) und am Boden gewann Fabienne Heger, ebenfalls TV Oberhausen 12,60).
In der KM 2 siegte beim Sprung (13,20) und am Boden (12,60) Denise Herrmann vom DJK Hockenheim, am Stufenbarren (11,70) und am Schwebebalken (11,60) Antonia Leiblich vom SV Halle.
Die höchste Wertungsklasse, die KM 1, war eine Domäne von Alina Rothardt vom TV Oberhausen: Alina zeigte an allen vier Geräten wirklich phantastische Leistungen, die das Publikum jeweils mit Sonderapplaus belohnte. Ihre Mutter Dagmar nahm ebenfalls am Wettkampf teil, allerdings außer Konkurrenz. (Sprung 14,40, Stufenbarren 11,10, Schwebebalken 14,40, Boden 13,40).
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